Automatische Produktionslinie für Tomatensoße

SPS-gesteuerte Automatik Vakuum-Verdampfungsanlage Konstanter Brixwert & Viskosität Hygienisches CIP-Reinigungskonzept

Industrielle automatische Produktionslinie für Tomatensoße, ausgelegt auf eine Ausbeute von 28-30°Brix. Ausgestattet mit Hot-Break-Technologie, Vakuumverdampfung und Edelstahl SUS316L.

Detaillierte Gerätevorstellung
Gewinnen Sie tiefgehende Einblicke in die Funktionsweise, Einsatzgebiete und technischen Stärken der Anlagenkomponenten für die automatische Tomatensoßenproduktion.

Industrielle automatische Produktionslinie für Tomatensoße (Komplettanlage für 2000 kg/h)

Die industrielle Herstellung von Tomatensoße und -paste höchster Güte erfordert eine präzise thermische Prozessführung, um die Oxidation von Lycopin zu vermeiden und eine definierte rheologische Beschaffenheit zu gewährleisten. Ein häufiges Qualitätsproblem konventioneller Verfahren ist die vorzeitige enzymatische Zersetzung natürlicher Pektine, die bei der Lagerung zu Phasentrennung (Serumbildung) führt. Die hier vorgestellte automatisierte Produktionslinie kombiniert einen kontinuierlichen mechanischen Extraktionsprozess mit separaten thermischen Stufen – konkret die Hot-Break-Vorbehandlung und eine Vakuumverdampfung bei niedriger Temperatur. Durch die Stabilisierung der Zellstruktur der Frucht vor der Eindickung auf den Zielwert von 28-30°Brix garantiert die Anlage eine konstante Viskosität, eine kräftige natürliche Farbe und eine erhöhte mikrobiologische Stabilität des Endprodukts. Für den durchgängigen Dauerbetrieb ausgelegt, steuert die Anlage den gesamten Prozess von der Anlieferung der Rohfrucht bis hin zur finalen aseptischen Sterilisation.

Technische Daten der 2.000-kg/h-Tomatensauceanlage

SystemparameterStandardtechnische Daten
StandardkonfigurationTSP-2000 (Schlüsselfertige Sauceanlage)
Rohstoffeinsatz2.000 kg/h (Frische Feldtomaten)
Voraussichtliche Ausbeute400 - 450 kg/h (Standardisiert auf 28-30 % Brix)
Installierte GesamtleistungUngefähr 165 kW (380 V / 50 Hz / Dreiphasig)
Dampfbedarf (Industriestandard)1.500 kg/h (Erforderlich bei 0.6 - 0.8 MPa Druck)
Kühlwasserbedarf30 m³/h (Über geschlossenen Kreislaufkühlturm geregelt)
ExtraktionsprotokollHeißbruch (85°C - 95°C) bzw. Kaltbruch-Optionen
Empfohlene Grundfläche40m x 10m x 6m (L x B x H)

Umgang mit Viskositätsverlust und rheologischer Instabilität

Um eine Sauce mit stabilen Scherverdünnungseigenschaften zu erzielen, muss die thermische Belastung präzise kalkuliert werden. Diese Produktlinie wurde speziell entwickelt, um die kritischen Prozessreibungspunkte beim Transport hochviskoser biologischer Suspensionen durch komplexe Rohrleitungssysteme zu adressieren.

Für eine vollständig einsatzfähige industrielle Produktion ist die Integration der Primärverarbeitung in die vorgelagerte Materialaufbereitung notwendig. Häufig wird die Austragung einer spezialisiertenobst- und gemüseverarbeitungsliniedirekt in den Vorbrecher dieser Soßenanlage weitergeleitet. So entsteht ein durchgängig automatisierter Materialfluss – von der Entleerung der Großgebinde über die Zwischenlagerung im Heißbruchtank.

Thermodynamik und Hochdruckströmungsmechanik

Die kontinuierliche Soßenproduktion beruht auf präzise abgestimmten Strömungsprozessen. Nach der Veredelung wird die Rezepturbasis in den Vakuumverdampfer gefördert, bis der Ziel-Brixwert exakt erreicht ist. Da die Viskosität der Flüssigkeit mit dem Entzug von Wasser exponentiell steigt, kommen im Verdampfer leistungsstarke Drehkolbenpumpen zum Einsatz. Sie garantieren einen konstanten Förderstrom, ohne dass die konzentrierte Paste extremen Scherkräften ausgesetzt wird, welche die Zellstruktur beschädigen könnten.

Vor dem Abfüllen wird die hochkonzentrierte Soße durch einen zweistufigen Hochdruckhomogenisierer (20 MPa) geleitet. Der starke mechanische Druck zerkleinert die Tomatenfasern zu Mikropartikeln und bindet Wasser sowie Feststoffe dauerhaft, so dass sich im Endprodukt keine Flüssigkeit mehr absetzt. Anschließend wird die fertige Mischung in einem konzentrischen Rohrbündel-Wärmetauscher bei 105°C für 30 Sekunden sterilisiert, danach im Kühlbereich sofort heruntergekühlt.

Integration in durchlaufende 2000-kg/h-Zentralanlagen

Für den Betrieb einer 2.000-kg/h-Anlage ist eine robuste Verbrauchssynchronisation erforderlich. In Betrieben mit langen Dauerschichten führt die Ansammlung von organischem Fouling in den Wärmetauschern häufig zu Produktionsstillständen. Unser Sterilisiermodul verwendet überdimensionierte, hochpolierte gewellte Innenrohre, die den Foulingskoeffizienten deutlich senken und so das kontinuierliche Verarbeitungsfenster vor dem Auslösen des obligatorischen CIP-Zyklus erheblich verlängern.

Die zentrale Siemens-SPS-Steuerungsarchitektur gewährleistet den Anlageningenieuren zudem absolute Transparenz. Integrierte Brix-Refraktometer und Massendurchflussmesser übermitteln Echtzeitdaten an das HMI-System. Sollte die Endpastorisierungstemperatur unter die kritische Marke von 105°C fallen, lenkt ein pneumatisches Umströmventil die Soße automatisch zurück in den Puffertank und verhindert so zuverlässig, dass unsterilisiertes Produkt in die nachfolgende Flüssigkeitsabfüllanlage gelangt.

Globale Hygienekonformität und schlüsselfertige Inbetriebnahme

Infrastruktur zur Lebensmittelverarbeitung für stark säurehaltige Produkte muss nach höchsten Standards gefertigt sein. Alle internen Schweißnähte werden im argongeschützten WIG-Verfahren geschweißt und anschließend chemisch passiviert, um die schützende Chromoxidschicht wiederherzustellen. Die Schaltschränke sind mit CE-zertifizierten Schützen, Überlastrelais und abgeschirmten Leitungen ausgestattet, um den hohen Anforderungen bei Hochdruckreinigungen standzuhalten. Unser Engineering-Team erstellt die vollständige Anlagenlayoutplanung, ermittelt präzise Verbrauchsdaten und übernimmt die schlüsselfertige Installation, & sowie Inbetriebnahme (I&D). So wird sichergestellt, dass die Anlage vor Ort sämtliche FDA- und GMP-Vorschriften erfüllt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der funktionale Unterschied zwischen Hot-Break- und Cold-Break-Extraktion?
Beim Hot-Break-Verfahren werden die zerkleinerten Tomaten schnell auf 85-95°C erhitzt, um die Pektine zu erhalten und eine hohe Viskosität zu erzielen – eine wesentliche Eigenschaft für cremige Soßen. Das Cold-Break-Verfahren nutzt eine Temperatur von 65-75°C, was zu einer geringeren Viskosität, aber einem frischeren Geschmacksprofil führt. Dieses Verfahren wird typischerweise für reinen Tomatensaft eingesetzt.
Können mit dieser Anlage auch andere Früchte als Tomaten verarbeitet werden?
Ja, die zentralen Module für Extraktion, Pulping und Eindampfung sind äußerst vielseitig. Durch geringfügige Anpassungen an den Sieben der Pulping-Einheit und den Haltezeiten der Röhrenheizer kann die Anlage auch Äpfel, Mangos oder Karotten zu hochkonzentrierten Pürees verarbeiten.
Welche spezifische Betriebsversorgungs-Infrastruktur muss unser Werk bereitstellen?
Die Anlage erfordert eine 380-V-Drehstromversorgung, einen Industriekessel zur Erzeugung von 1,5 Tonnen Dampf pro Stunde bei 0,8 MPa, ein Druckluftsystem für die pneumatischen Ventilfelder sowie einen Kühlturm für den Verdampferkondensator.
Wie gewährleistet das System gleichbleibende Brix-Werte bei kontinuierlicher Produktion?
Der Vakuumverdampfer verfügt über automatisierte Inline-Refraktometer zur kontinuierlichen Messung des Brechungsindex der Paste. Die Siemens-SPS nutzt diese Messdaten zur automatischen Anpassung der Abspumpfrequenz und stellt sicher, dass das Produkt den Verdampfer erst verlässt, wenn der exakte Brix-Zielwert von 28-30% erreicht ist.
Zertifizierungen
International anerkannte Zertifizierungen gewährleisten die Zuverlässigkeit und Konformität unserer Anlagen.
CE-Zertifizierung

CE-Zertifizierung

ISO 9001 ZERTIFIZIERUNG

ISO 9001 ZERTIFIZIERUNG

FDA-Zertifizierung

FDA (US-AMERIKANISCHE GESUNDHEITSBEHÖRDE)

Halal-Zertifizierung

Halal-zertifiziert

Umweltzertifizierung

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Patentierte Technologie

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